Botschafter aus Israel und dem Libanon trafen sich am Donnerstag im US-Außenministerium in Washington, D.C., was die zweite direkte Verhandlung zwischen den beiden Nationen seit 1993 darstellt, um eine fragile Waffenruhe zu festigen und den Weg für eventuell normalisierte Beziehungen zu ebnen. Diese Gespräche finden statt, während die militärischen Auseinandersetzungen entlang ihrer gemeinsamen Grenze andauern, was das heikle Gleichgewicht zwischen Diplomatie und Konflikt unterstreicht. Die Gespräche sind ein entscheidender Schritt, so Paul Salem vom Middle East Institute, obwohl er warnt, dass der Weg noch lang ist.
Das diplomatische Engagement in Washington folgt auf eine erste Gesprächsrunde am 14. April, die dazu beitrug, eine 10-tägige Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, der vom Iran unterstützten Miliz, die im Libanon operiert, herzustellen. Diese von der US-Regierung angekündigte Kampfpause bot eine kurze Atempause von den heftigen Auseinandersetzungen, die die Grenzregion seit Monaten prägen. Die nachfolgenden Gespräche sind als vorbereitende Sitzungen strukturiert, die dazu dienen sollen, die Grundlage für umfassendere Verhandlungen über ein umfassendes Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen Beirut und Jerusalem zu legen.
Es ist ein langsamer Prozess. Die Tagesordnung vom Donnerstag konzentrierte sich auf die Stärkung der aktuellen Waffenruhe, die Risse zeigte, selbst als die Diplomaten zusammentrafen. Israelische Streitkräfte behalten sich das Recht vor, das anzugreifen, was sie als „unmittelbare Bedrohung“ für ihre Truppen definieren.
Seit Beginn des Waffenstillstands am 17. April haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) mehrfach Hisbollah-Ziele beschossen. Die Hisbollah ihrerseits startete am Dienstag Raketen und Drohnen auf israelische Streitkräfte, was ihre erste derartige Aktion seit Inkrafttreten des Waffenstillstands war. Die Politik sagt das eine.
Die Realität das andere. Diese Aktionen unterstreichen das tiefe Misstrauen und die Herausforderungen, den Frieden aufrechtzuerhalten, wenn bewaffnete Gruppen außerhalb direkter staatlicher Kontrolle agieren. Für Familien, die nahe der Grenze leben, birgt jeder Tag Ungewissheit.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun formulierte am Dienstag die Ziele Beiruts, indem er erklärte, die Verhandlungen zielten darauf ab, „die Feindseligkeiten zu beenden, die israelische Besetzung südlicher Regionen zu beenden und die [libanesische] Armee bis zu den international anerkannten südlichen Grenzen zu entsenden“. Seine Bemerkungen: „Wir verhandeln für uns selbst. Wir sind nicht länger eine Schachfigur in jedermanns Spiel, noch eine Arena für jedermanns Kriege. Und das werden wir auch nie wieder sein“, spiegeln den Wunsch nach nationaler Handlungsfähigkeit inmitten komplexer regionaler Dynamiken wider.
Diese Souveränitätsbehauptung ist eine zentrale Forderung Beiruts, das bestrebt ist, die Kontrolle über sein Territorium zu erlangen. In Washington äußerte ein Beamter des Außenministeriums Optimismus und sagte ABC News, dass „die Vereinigten Staaten das produktive Engagement begrüßen, das am 14. April begann“. Dieser Beamte bekräftigte das Engagement der USA, „direkte, gutgläubige Gespräche zwischen den beiden Regierungen weiterhin zu erleichtern“. Die amerikanische Rolle als Vermittler bleibt zentral für diese heiklen Interaktionen und bietet einen entscheidenden Kommunikationskanal zwischen historisch antagonistischen Staaten. Fortschritt erfordert nachhaltige Anstrengungen.
Der Weg zu einem dauerhaften Frieden steht jedoch vor erheblichen internen und externen Hindernissen. Paul Salem, Senior Fellow am Middle East Institute, bezeichnete die Gespräche vom Donnerstag als „historisch bedeutsam in dem, wohin sie letztendlich führen könnten“, warnte jedoch, dass sie nur „die ersten Schritte auf einem langen und schwierigen Weg“ darstellten. Salem hob das „langwierige Dilemma“ des Libanon hervor und verwies auf Irans Beharren auf der Unterstützung der Hisbollah und die offensichtliche Bereitschaft der Miliz, ihre Rolle fortzusetzen. Dies schafft einen schwierigen Balanceakt für die technokratische Regierung des Libanon, die 2025 die Macht übernahm.
Sie stehen unter immensem Druck. Aus israelischer Sicht ist die Hisbollah selbst das Haupthindernis für den Frieden. Ein Sprecher des Büros des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu sagte ABC News, es gebe „ein Hindernis: die Hisbollah, der iranische Stellvertreter, der den Libanon als Geisel hält und Israel bedroht.
Frieden durch Stärke: Beseitigt die Hisbollah, und Frieden wird möglich.“ Diese Haltung spiegelt Aussagen des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz wider, der wiederholt angedeutet hat, dass die Militärkampagne im Südlibanon nach dem Vorbild der Zerstörung in Gaza gestaltet werden würde. Solche Rhetorik alarmiert viele in der gesamten Region. Die ehemalige US-
Regierung von Präsident Donald Trump spielte eine Rolle bei der Vermittlung der früheren Waffenruhe. Trump hatte am 14. April, nach der ersten Gesprächsrunde, den 10-tägigen Waffenstillstand zwischen Hisbollah und Israel angekündigt. Er und seine hochrangigen Beamten haben erklärt, dass die Hisbollah ihren Einfluss vor dem Krieg nicht behalten oder weiterhin eine militärische Bedrohung für Israel darstellen kann.
Am Wochenende erklärte Trump: „Wir werden den Libanon wieder groß machen. Es ist höchste Zeit, dass wir das tun.“ Diese starken Worte spiegeln ein breiteres politisches Ziel der USA wider, die Macht der Hisbollah zu schwächen. Am Boden setzen israelische Bodentruppen ihre Operationen im Südlibanon fort.
Ihr erklärtes Ziel ist die Einrichtung einer demilitarisierten „Pufferzone“, die sich etwa 29 Kilometer (18 Meilen) nördlich bis zum Litani-Fluss erstreckt. Die IDF meldet, etwa 15 Stellungen, etwa 9,6 Kilometer (sechs Meilen) tief in libanesischem Gebiet, zu halten, die rund 50 libanesische Dörfer umfassen. Israelische Beamte haben der libanesischen Regierung die Schuld für ihre wahrgenommene Unfähigkeit oder ihren Unwillen gegeben, die Hisbollah von Israels Nordgrenze fernzuhalten, eine Verantwortung, die ihrer Aussage nach in einer von den USA vermittelten Waffenruhe vom November 2024 festgelegt wurde.
Die Militärkampagne hat umfangreiche Schäden verursacht. Sie umfasst die Zerstörung Dutzender libanesischer Städte und Dörfer sowie die Zwangsumsiedlung Hunderttausender Menschen. Human Rights Watch berichtete diesen Monat, dass mehr als eine Million Menschen im gesamten Libanon, fast ein Fünftel der gesamten Bevölkerung des Landes, gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen.
Evakuierungsbefehle erstreckten sich auf den gesamten Südbeirut, ein Gebiet, das traditionell als Hisbollah-Hochburg gilt. Was dies für Ihre Familie tatsächlich bedeutet, ist ein Kampf um Grundbedürfnisse, der Verlust von Häusern und eine ungewisse Zukunft. Kinder gehen nicht zur Schule.
Existenzgrundlagen sind verschwunden. Der menschliche Tribut der erneuten Kämpfe ist erschütternd. Das libanesische Gesundheitsministerium berichtete letzte Woche, dass seit dem 2. März mindestens 2.294 Menschen getötet und weitere 7.544 verletzt wurden.
Diese Zahlen umfassen einen Hagel von über 100 Angriffen innerhalb eines 10-Minuten-Zeitraums am 8. April, bei denen nach Angaben libanesischer Behörden landesweit mindestens 357 Menschen getötet wurden. Auf israelischer Seite geben Gesundheitsbeamte an, dass seit dem 2. März 20 Israelis durch Hisbollah-Beschuss, Raketen und Drohnen getötet und Hunderte weitere verletzt wurden. Beide Seiten beanspruchen den Sieg für sich.
Hier sind die Zahlen. Die erneuten Angriffe der Hisbollah begannen am 2. März, als die Gruppe sich dem Iran in seiner Reaktion auf eine am 28. Februar gegen den Iran gestartete US-israelische Militärkampagne anschloss. Diese Aktion der Hisbollah brach eine von den USA unterstützte grenzüberschreitende Waffenruhe, die seit November 2024 in Kraft war.
Die Hisbollah behauptete, ihre Angriffe seien Vergeltung für angebliche israelische Verletzungen derselben Waffenruhe gewesen. Trotz Einschätzungen, die darauf hindeuteten, dass sie durch ihre zweijährige Beteiligung am Krieg in Gaza geschwächt worden war, zeigte die Hisbollah beträchtliche Widerstandsfähigkeit und feuerte laut IDF in den ersten fünf Wochen der erneuten Kämpfe über 6.500 Geschosse auf Israel ab. Sechzehn Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte wurden in der aktuellen Kampfrunde im Libanon bis Mittwoch getötet, während die IDF meldet, seit dem 2. März mehr als 1.800 Hisbollah-Kämpfer getötet zu haben. „Die Hisbollah ist wieder im Geschäft“, bemerkte Salem und fügte hinzu, dass Israels Operation „der Hisbollah ermöglicht, ihr Widerstandsnarrativ wieder aufzunehmen“. Diese Situation komme dem Iran zugute, indem sie die Libanon-Front aktiv halte und israelische Ressourcen binde, bemerkte er.
Innerhalb des Libanon sieht sich die Regierung Aoun-Salam verhüllten Drohungen von der Hisbollah und Teheran ausgesetzt, weil sie direkte Gespräche mit Israel führt. Nach der ersten Gesprächsrunde in Washington kritisierte Hisbollah-Führer Naim Qassem die Regierung Aoun und erklärte, sie „unterwerfe den Libanon diesen Demütigungen, indem sie direkt mit dem israelischen Feind verhandele und dessen Diktaten folge“. Hassan Fadlallah, ein Hisbollah-Abgeordneter, forderte Aoun auf, sich aus den Gesprächen zurückzuziehen, und sagte der AFP, die Gruppe werde „jeden Versuch ablehnen und bekämpfen, dem Libanon politische Kosten durch Zugeständnisse an diesen israelischen Feind aufzuerlegen“. Fadlallah äußerte jedoch auch den Wunsch nach einer Fortsetzung der Waffenruhe sowie einem israelischen Rückzug. Diese doppelte Botschaft offenbart interne Spannungen.
Eine potenzielle Konfrontation zwischen Beirut und der Hisbollah braut sich zusammen, seit die Regierung Aoun-Salam letztes Jahr ihr Amt angetreten hat. Das libanesische Kabinett hat eine feste Haltung eingenommen, wiederholt seinen Ehrgeiz bekräftigt, dass die Hisbollah entwaffnet werden soll, und alle militärischen Aktivitäten der Gruppe für illegal erklärt. Anfang dieses Monats ordnete das Kabinett den Sicherheitskräften an, Waffen in Beirut ausschließlich auf staatliche Institutionen zu beschränken.
Dies ist eine kühne Behauptung staatlicher Autorität, insbesondere angesichts der langjährigen parallelen Militärstruktur der Hisbollah. Die Libanesischen Streitkräfte (LAF), eine Freiwilligenarmee von rund 80.000 Mann, ist bei den libanesischen Bürgern weithin beliebt. Sie gilt jedoch weithin als der Hisbollah waffentechnisch unterlegen.
Ihr multi-konfessioneller Charakter wirft auch Fragen nach ihrer Zuverlässigkeit auf, sollte es zu erneuten Gemeinschaftskämpfen kommen. Dies ist eine ernste Besorgnis. Trotz heftiger Kämpfe mit Israel und dem Sturz des syrischen Präsidenten Baschar Assad im Jahr 2024 behält die Hisbollah umfangreiche militärische und politische Macht.
Die Gruppe ist Teil der libanesischen Regierung, hält mehr als ein Dutzend Sitze im Parlament und unterhält Hochburgen in Teilen der Hauptstadt Beirut sowie in ihren südlichen und östlichen Kerngebieten. Vor dem Ausbruch ihres jüngsten Krieges mit Israel im Jahr 2023 reichten die Schätzungen der militärischen Stärke der Hisbollah von 30.000 bis über 50.000 Kämpfern. Dieser Einfluss erschwert alle staatlich geführten Entwaffnungsbemühungen.
Israelische Führer haben sich zu einer unbefristeten Besetzung von Teilen des Südlibanon verpflichtet und die Unterstützung Beiruts bei der vollständigen Entwaffnung der Hisbollah gefordert. Diese Forderungen wecken Befürchtungen, dass das konfessionelle Machtteilungssystem des Libanon zerbrechen und das Land möglicherweise in eine Art Bürgerkrieg zurückstürzen könnte, der zwischen 1975 und 1990 über 100.000 Menschen das Leben kostete. General
Rodolphe Haykal, Chef der LAF, erklärte am Dienstag, dass der Libanon „jeden Zentimeter seines unter israelischer Besatzung stehenden Landes zurückerobern wird“, laut einer auf der X-Seite der LAF veröffentlichten Mitteilung. Dies ist eine klare Absichtserklärung. Ein solches Unglück im Namen Israels zu riskieren, eines Landes, das den Libanon seit 1978 sechsmal überfallen hat und nun Teile des Südens besetzt hält, könnte bei den libanesischen Bürgern zutiefst unpopulär sein.
Die Gönner der Hisbollah im Iran, insbesondere die Islamischen Revolutionsgarden, scheinen nicht bereit zu sein, ihren libanesischen Verbündeten aufzugeben. Seit Jahrzehnten dient die Hisbollah als mächtiger Stellvertreter innerhalb Teherans „Vorwärtsverteidigungs“-Strategie, die darauf abzielt, US-israelische Aktionen gegen den Iran abzuschrecken und zu bestrafen. Prominente iranische Führer, die den anfänglichen US-israelischen Angriff überlebten, forderten die Einbeziehung des Libanon in die am 8. April angekündigte zweiwöchige Waffenruhe.
Mohammad Bagher Ghalibaf, Irans Parlamentssprecher und Chefunterhändler, erklärte: „Seit Jahren kämpft die Hisbollah mit dem zionistischen Regime, aber im jüngsten Krieg kämpfte die Hisbollah für die Islamische Republik.“ Andere haben Andeutungen über Konsequenzen für Beirut gemacht, sollte die Regierung versuchen, die Hisbollah zu entwaffnen. Ali Akbar Velayati, ein Berater von Irans neuem Obersten Führer Mojtaba Khamanei, warnte diesen Monat in einem X-Post, dass Premierminister Salam „wissen sollte, dass die Missachtung der einzigartigen Rolle des Widerstands und der heldenhaften Hisbollah den Libanon irreparablen Sicherheitsrisiken aussetzen wird“. Velayati schloss: „Die Stabilität des Libanon beruht ausschließlich auf dem Zusammenhalt zwischen Regierung und Widerstand.“ Dies sind keine subtilen Drohungen. Für viele Libanesen, einschließlich derer aus schiitischen Gemeinden, bedeutet die Rückkehr zum offenen Konflikt zwischen Israel, der Hisbollah und dem Iran weitere Turbulenzen, die sich auf Jahre kaskadierender Wirtschafts- und politischer Krisen häufen.
Premierminister Salam äußerte letzten Monat seine eigene Frustration und erklärte: „Dieser Krieg wurde uns aufgezwungen.“ Er fügte hinzu, dass Beirut „ihn hätte vermeiden können“, wenn die Hisbollah die Angriffe auf Israel nicht wieder aufgenommen hätte. Dieses Gefühl spiegelt die tiefe Erschöpfung und das Leid wider, das gewöhnliche Bürger ertragen. Sie wollen einfach nur Frieden.
Warum es wichtig ist: Diese Washingtoner Treffen stellen einen entscheidenden Versuch dar, einen Konflikt zu deeskalieren, der bereits über eine Million Menschen vertrieben und Tausende von Menschenleben gefordert hat. Für arbeitende Familien im Südlibanon wirkt sich das Ergebnis dieser Gespräche direkt auf ihre Fähigkeit aus, nach Hause zurückzukehren, ihr Leben wieder aufzubauen und der ständigen Bedrohung durch Gewalt zu entkommen. Bei den Verhandlungen geht es nicht nur um diplomatische Protokolle; es geht um die grundlegende Stabilität des Libanon und das Potenzial für eine größere regionale Eskalation.
Das Gleichgewicht zwischen staatlicher Souveränität und nicht-staatlichen Akteuren wie der Hisbollah wird die Zukunft der Nation bestimmen und darüber, ob das libanesische Volk endlich beginnen kann, sich von Jahrzehnten des Konflikts zu erholen. Wichtige Erkenntnisse: - Israelische und libanesische Botschafter führten eine zweite Runde direkter Gespräche in Washington, D.C., mit dem Ziel, eine am 14. April vereinbarte fragile Waffenruhe zu verlängern. - Die aktuelle von den USA unterstützte Waffenruhe erlaubt Israel, wahrgenommene unmittelbare Bedrohungen anzugreifen, während die Hisbollah am Dienstag Raketen und Drohnen startete, was auf anhaltende Grenzspannungen hindeutet. - Die libanesische Regierung strebt an, die israelische Besetzung zu beenden, ihre Armee an die Südgrenze zu entsenden und die staatliche Kontrolle über alle bewaffneten Aktivitäten, einschließlich der Hisbollah, durchzusetzen. - Israel fordert die vollständige Entwaffnung der Hisbollah und hat militärische Stellungen im Südlibanon beibehalten, was Befürchtungen einer längeren Besetzung und eines internen Konflikts aufkommen lässt. Mit Blick auf die Zukunft liegt der unmittelbare Fokus weiterhin auf der Festigung der bestehenden Waffenruhe und der Verhinderung einer weiteren Eskalation entlang der Grenze.
Beobachter werden genau auf Ankündigungen bezüglich eines formelleren, verlängerten Waffenstillstands oder eines Zeitplans für zukünftige Normalisierungsgespräche achten. Die internen Dynamiken innerhalb des Libanon, insbesondere der heikle Machtkampf zwischen der Regierung Aoun-Salam und der Hisbollah, werden ebenfalls kritisch zu beobachten sein. Jede weitere militärische Aktion einer der beiden Seiten könnte den fragilen diplomatischen Fortschritt schnell zunichtemachen.
Die Welt wartet ab, ob diese ersten Schritte wirklich zu einer anderen Zukunft für den Libanon führen können.
Wichtige Erkenntnisse
— - Israelische und libanesische Botschafter führten eine zweite Runde direkter Gespräche in Washington, D.C., mit dem Ziel, eine am 14. April vereinbarte fragile Waffenruhe zu verlängern.
— - Die aktuelle von den USA unterstützte Waffenruhe erlaubt Israel, wahrgenommene unmittelbare Bedrohungen anzugreifen, während die Hisbollah am Dienstag Raketen und Drohnen startete, was auf anhaltende Grenzspannungen hindeutet.
— - Die libanesische Regierung strebt an, die israelische Besetzung zu beenden, ihre Armee an die Südgrenze zu entsenden und die staatliche Kontrolle über alle bewaffneten Aktivitäten, einschließlich der Hisbollah, durchzusetzen.
— - Israel fordert die vollständige Entwaffnung der Hisbollah und hat militärische Stellungen im Südlibanon beibehalten, was Befürchtungen einer längeren Besetzung und eines internen Konflikts aufkommen lässt.
Quelle: ABC News









