Trucknet Enterprise, ein israelisches Technologieunternehmen, hat eine cloudbasierte Logistikmanagement-Plattform eingeführt, die darauf abzielt, den Gütertransport in ganz Europa zu optimieren, indem sie Echtzeit-Transparenz mit einem neuartigen Sharing-Ökosystem verbindet. Dieses System soll betriebliche Ineffizienzen und Treibhausgasemissionen erheblich reduzieren, so Hanan Fridman, Gründer und CEO des Unternehmens. Die Auszeichnung durch das Magazin Logistics Tech Outlook als eine der führenden Technologien des Jahres 2021 unterstreicht seine Bedeutung.
Der globale Logistiksektor kämpft seit langem mit einer grundlegenden Ineffizienz: Leerfahrten von LKWs. Hanan Fridman, CEO von Trucknet Enterprise, hebt dieses Problem hervor und merkt an, dass LKWs weltweit jährlich für etwa 74 Milliarden Kilometer an Leerfahrten verantwortlich sind. Diese Verschwendung stellt eine erhebliche wirtschaftliche Belastung und eine beträchtliche Umweltlast dar.
Die Branche, die traditionell langsam bei der Einführung digitaler Lösungen ist, arbeitet mit einem fragmentierten Netzwerk von Dienstleistern – LKWs, Zügen, Schiffen und Flugzeugen –, deren unterschiedliche Systeme oft nicht effektiv kommunizieren können. Diese operative Lücke führt zu Engpässen und treibt die Kosten in der gesamten Lieferkette in die Höhe. Die COVID-19-Krise verschärfte diese langjährigen Probleme.
Als die Wirtschaften wieder öffneten und die Konsumentennachfrage stark anstieg, hatten die globalen Lieferketten Mühe, Schritt zu halten. Hersteller und Spediteure sahen sich aufgrund von Verzögerungen mit steigenden Kosten konfrontiert, was die Einkaufspreise für Unternehmen und folglich die Warenkosten für Verbraucher in die Höhe trieb. Dies wirkt sich direkt auf die Haushaltsbudgets aus und macht die Effizienz des Welthandels zu einer alltäglichen wirtschaftlichen Sorge.
Die Zahlen auf dem Frachtbrief erzählen die wahre Geschichte dieser Herausforderungen und zeigen, wie schnell sich kleine Ineffizienzen zu großen Störungen entwickeln können, die die globalen Märkte beeinflussen. Experten gehen davon aus, dass umfassende Lösungen für diese Lieferkettenstörungen mindestens drei Jahre brauchen könnten, um sich vollständig zu manifestieren. Trucknet bietet jedoch eine sofort umsetzbare Technologie an.
Die cloudbasierte Plattform digitalisiert die gesamte Liefer- und Transportkette und bietet volle Automatisierung und Optimierung für Unternehmen, die Nutzfahrzeugflotten verwalten. Das System nutzt künstliche Intelligenz (KI), Business Intelligence (BI) und maschinelles Lernen (ML), um große Datensätze zu sammeln und zu verarbeiten, was eine intelligente, automatische Abstimmung zwischen verfügbarer LKW-Kapazität und Fracht basierend auf dem Standort ermöglicht. Dies löst direkt das Problem der Leerfahrten.
Über die wirtschaftliche Effizienz hinaus zielt die Plattform auf eine kritische Umweltherausforderung ab. Der Transportsektor trägt über 20 % zu den gesamten Treibhausgasemissionen (THG) der Welt bei, was ihn zu einem der am schwierigsten zu dekarbonisierenden Sektoren macht. Auf der UNFCCC-Klimakonferenz in Glasgow im November 2021 unterzeichneten über 35 Länder, zusammen mit großen Automobilherstellern und Finanzinstitutionen, eine Erklärung zur Beschleunigung des Übergangs zu 100 % emissionsfreien PKWs und Lieferwagen bis 2035.
Obwohl die Logistikbranche den elektrischen Transport noch nicht vollständig angenommen hat, dient die Plattform von Trucknet als grundlegender Schritt. Sie beinhaltet einen Online-Rechner zur Verfolgung von Kohlenstoffemissionsreduktionen, der greifbare Daten zu Umweltverbesserungen liefert. Das Sharing-Economy-Modell von Trucknet hat bereits begonnen, traditionelle Arbeitsplanungssysteme in ganz Europa neu zu gestalten.
Rund 5.000 europäische Transport- und Logistikunternehmen haben sich der Plattform angeschlossen. Das Unternehmen hat Büros in Frankreich und Rumänien eingerichtet, die seine israelischen Niederlassungen in Eilat und Tel Aviv ergänzen. Diese physischen Präsenzen unterstützen sein wachsendes Netzwerk.
Vereinbarungen mit prominenten Logistikunternehmen wie Allcargo, Chronopost, DPD und La Poste unterstreichen seine wachsende Reichweite. Im vergangenen Jahr sicherte sich das Unternehmen mehrere bedeutende Verträge. Eine solche Vereinbarung wurde mit DSV Romania, einem großen Logistikanbieter, getroffen.
Eine weitere betraf Saint Gobain, eine rumänische Glasfabrik, die jährlich über 170.000 Ladungen in ganz Europa transportiert. Diese Partnerschaften demonstrieren die Skalierbarkeit der Plattform und ihre Fähigkeit, sich in groß angelegte industrielle Operationen zu integrieren. Der Fokus des Unternehmens auf die Transformation traditioneller Logistikpraktiken zielt darauf ab, ein stärker vernetztes und effizienteres europäisches Transportnetzwerk zu schaffen, in dem Handelspolitik Außenpolitik mit anderen Mitteln ist.
Die Reduzierung von LKW-Leerfahrten führt auch direkt zu einer erhöhten Verkehrssicherheit. Daten des israelischen Zentralamts für Statistik für 2020 zeigen, dass etwa 30 % der Verkehrsunfälle schwere Fahrzeuge betreffen, eine Zahl, die deutlich höher ist als die 18 %, die in OECD-Ländern und Australien gemeldet werden. Darüber hinaus sind schwere Fahrzeuge für 23 % der Fußgängertodesfälle in städtischen Gebieten verantwortlich.
Durch die Minimierung der Anzahl unnötiger LKW-Fahrten reduziert das System von Trucknet von Natur aus das Unfallrisiko. Hanan Fridman beschreibt dies als eine „Win-Win-Win-Lösung“ für die Transport- und Logistikbranche, die Effizienz, Emissionen und Sicherheit gleichzeitig adressiert. Die Fähigkeiten der Plattform reichen über den Straßentransport hinaus.
Trucknet hat kürzlich seine Aktivitäten auf die Luftfrachtlogistik ausgeweitet, durch eine Grundsatzvereinbarung mit C.A.L. Cargo Airlines Ltd., Teil der Challenge Group. Dieser Schritt signalisiert das Bestreben, die operativen Lücken zwischen verschiedenen Transportmitteln zu schließen, eine kritische Herausforderung, die Fridman frühzeitig erkannt hat.
Die Integration von Luftfracht in sein cloudbasiertes System ermöglicht einen ganzheitlicheren Ansatz im Lieferkettenmanagement, indem es Echtzeit-Datenerfassung und automatisierte digitale Transportprozesse über ein breiteres Spektrum der Logistik hinweg bietet. Um seine europäische Präsenz weiter zu festigen, unterzeichnete Trucknet im November 2021 eine Absichtserklärung (MoU) mit Logpay, einem Unternehmen des Volkswagen Konzerns. Logpay betreibt ein System zur Lokalisierung und Reservierung von Park- und Rastplätzen für LKW-Fahrer an 47.000 Standorten in 32 europäischen Ländern.
Diese Zusammenarbeit verbessert das Wohlbefinden der Fahrer und die Betriebsplanung und adressiert damit einen weiteren Aspekt der logistischen Effizienz. Zusätzlich integrierte das Unternehmen sein System mit dem Hafen von Haifa, Israels führendem Hafen, um die Effizienz der Lieferkette für Hafenkunden zu verbessern und schädliche Emissionen im Zusammenhang mit Hafenoperationen zu reduzieren. Der Geschäftsplan von Trucknet sieht eine weitere Expansion in ganz Europa vor, mit gezieltem Wachstum in Belgien, Deutschland und Spanien.
Dieser systematische Ansatz zielt darauf ab, seine Marktdurchdringung zu vertiefen. Das Unternehmen hat auch begonnen, Geschäftserschließungsbemühungen in den Vereinigten Staaten voranzutreiben, ein strategischer Schritt, der den Weg für eine potenzielle Notierung an der Nasdaq ebnen könnte. Dies folgt auf sein erfolgreiches Börsendebüt an der Tel Aviv Stock Exchange (TASE) im März 2021, wo es über 26 Millionen NIS (rund 7,5 Millionen US-Dollar) einnahm.
Die Rückkehr der Vereinigten Staaten zum Pariser Abkommen im Jahr 2015 und Präsident Joe Bidens Engagement für den Klimaschutz haben das öffentliche und staatliche Bewusstsein für schädliche THG-Emissionen geschärft. Die akuten Probleme, die die globalen Lieferketten seit Beginn von COVID-19 betreffen, bleiben ebenfalls eine Top-Priorität für die Biden-Administration. Hanan Fridman, der an offiziellen Veranstaltungen des International Transport Forum (ITF) auf der COP26 in Glasgow teilnahm, präsentierte die Technologie von Trucknet als eine sofort verfügbare Lösung für diese globalen Probleme.
Er betonte, dass nur eine starke nationale und internationale Regulierung den Privatsektor dazu ermutigen wird, ehrgeizige Netto-Null-Emissionsziele bis 2050 zu erreichen. Fridmans Beiträge in diesem Bereich haben bedeutende Anerkennung gefunden. Der British History of Parliament Trust und St.
James's House wählten ihn als einen der Pioniere in der Logistik- und Nachhaltigkeitsbranche aus. Eine Veranstaltung in der Westminster Abbey in London im September würdigte diese Anerkennung und feierte seine Errungenschaften zusammen mit anderen erfolgreichen Unternehmern. Diese persönliche Anerkennung unterstreicht den breiteren Wandel hin zu nachhaltigen und effizienten Logistiklösungen.
Warum es wichtig ist: Die Effizienz globaler Lieferketten wirkt sich direkt auf Verbraucherpreise, ökologische Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit aus. Die Plattform von Trucknet, die das systemische Problem der LKW-Leerfahrten angeht, bietet einen konkreten Weg zur Reduzierung der Betriebskosten für Unternehmen und damit potenziell zur Senkung der Verbraucherausgaben. Ihr Fokus auf Emissionsreduzierung stimmt mit globalen Klimazielen überein und trägt zur umfassenderen Umweltgesundheit bei.
Darüber hinaus birgt die Technologie durch die Reduzierung unnötiger Fahrzeugbewegungen das Potenzial, Leben auf den Straßen zu retten, wodurch Logistik nicht nur zu einer wirtschaftlichen, sondern auch zu einer öffentlichen Gesundheitsfrage wird. Dies ist ein klares Beispiel dafür, wie die Verfolgung der Lieferkette die wahren Kosten und Auswirkungen des globalen Handels aufzeigt. Wichtige Erkenntnisse: - Die cloudbasierte Plattform von Trucknet zielt darauf ab, die Frachtlogistik zu optimieren, indem sie Ladung mit Fahrzeugkapazität abgleicht und die LKW-Leerfahrten erheblich reduziert. - Das System nutzt KI, BI und ML, um Treibhausgasemissionen zu senken und die Verkehrssicherheit zu verbessern, wodurch kritische Umwelt- und soziale Herausforderungen angegangen werden. - Das israelische Unternehmen hat seine Aktivitäten in ganz Europa ausgeweitet, wichtige Verträge abgeschlossen und sich in die Luftfracht- und Hafenlogistik integriert. - Trucknet plant weiteres europäisches Wachstum und prüft eine potenzielle Nasdaq-Notierung nach seinem erfolgreichen Debüt an der Tel Aviv Stock Exchange.
Mit Blick auf die Zukunft werden Beobachter die Expansion von Trucknet in den anspruchsvollen US-Markt genau verfolgen. Ein Erfolg dort könnte seine Technologie auf globaler Ebene erheblich bestätigen. Die fortgesetzte Integration des Unternehmens mit wichtigen Logistikakteuren und seine Fähigkeit, politische Diskussionen zur Dekarbonisierung des Transports zu beeinflussen, werden ebenfalls wichtige Indikatoren für seine langfristige Wirkung sein.
Weitere Partnerschaften, insbesondere im Automobil- und Schifffahrtssektor, könnten seine Mission beschleunigen, die fragmentierten Transportnetzwerke der Welt zu digitalisieren und zu optimieren.
Wichtige Erkenntnisse
— Dash-Die cloudbasierte Plattform von Trucknet zielt darauf ab, die Frachtlogistik zu optimieren, indem sie Ladung mit Fahrzeugkapazität abgleicht und die LKW-Leerfahrten erheblich reduziert.
— Dash-Das System nutzt KI, BI und ML, um Treibhausgasemissionen zu senken und die Verkehrssicherheit zu verbessern, wodurch kritische Umwelt- und soziale Herausforderungen angegangen werden.
— Dash-Das israelische Unternehmen hat seine Aktivitäten in ganz Europa ausgeweitet, wichtige Verträge abgeschlossen und sich in die Luftfracht- und Hafenlogistik integriert.
— Dash-Trucknet plant weiteres europäisches Wachstum und prüft eine potenzielle Nasdaq-Notierung nach seinem erfolgreichen Debüt an der Tel Aviv Stock Exchange.
Quelle: Haaretz









